Der Begriff “stalking” (engl.: auflauern, nachstellen) bezeichnet ein sehr unerfreuliches gesellschaftliches und psychologisches Phänomen, das sich leider nach wie vor im Aufwärtstrend befindet. Experten aus einschlägigen Beratungsstellen verzeichnen Stalking- Fälle seit geraumer Zeit auch immer öfters, wenn eine Ehe oder Beziehung zerbricht.
Während Frauen eher bei nicht erwiderten Liebe zu Täterinnen werden, sind bei einer Trennung meist Männer diejenigen, welche im Falle des verlassen-werdens die psychische Gewalt ausüben. Überführte männliche Stalker sagen häufig aus, dass sie durch ihr Handeln ihre Beziehung retten wollten. Dass sie dabei eine Form der Gewalt ausüben, ist den wenigsten klar. Viele Stalker begründen ihren Psychoterror sogar mit Liebe.
Viele Anthropologen kennen dieses Phänomen. Wenn eine wichtige soziale Beziehung wie eine Ehe oder Lebenspartnerschaft in die Brüche geht, reagieren die Partner, die verlassen worden sind, häufig irrational. In Folge biochemischer Prozesse im zentralen Nervensystem glauben die Betroffenen im Zustand ihres Kummers dann, den schwindenden Partner noch intensiver zu lieben, als dies in der (meist problematischen) Beziehung der Fall war. Das vermeintlich abnorme Verhalten der betroffenen Personen ist jedoch evolutionär bedingt. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war es immens wichtig, enge soziale Bindungen zu erhalten. Teilweise waren diese zum Überleben notwendig. Kein Wunder also, dass wir bei einer Trennung mit all seinem emotionalen Stress nicht gerade besonnen reagieren.
Stalkern jedoch geht es nicht in erster Linie um den Erhalt der Beziehung, sondern um die Ausübung von Macht und Kontrolle. Der Täter setzt alles daran, sein Machtobjekt zu erhalten. Häufig hat er bereits in der Ehe oder Beziehung für ein entsprechende Abhängigkeit des Opfers gesorgt.
Wer seine Beziehung ernsthaft retten will, findet hier hilfreiche Tipps